Hämopyrrollaktamurie (HPU)

Definition

HPU – eine Stoffwechselstörung

Die Hämopyrrollaktamurie (HPU) ist eine Stoffwechselstörung in der Hämsynthese, die zu Gesundheitsstörungen durch Mikronährstoffmängel führt.

Häm ist den meisten aus dem Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, bekannt. Das Hämoglobin ist für die Sauerstoffbindung im Blut verantwortlich. Häm ist aber auch elementar wichtig für die Sauerstoffversorgung der Muskulatur, den Energiestoffwechsel und die Entgiftung!

Bei den betroffenen Patienten wird das Häm teilweise spiegelverkehrt gebaut. Dieses falschgebaute Hämopyrrollaktam kann der Körper nicht verwenden und scheidet es über den Urin aus. Daher auch der Name Hämopyrrollaktam-Urie.

Damit der HPL-Komplex (Hämopyrrollaktam-Komplex) mit dem Urin ausgeschieden werden kann, bindet er die aktive Form von Vitamin B6 sowie die Mineralstoffe Zink und Mangan an sich. In der Folge kommt es zu Mangelerscheinungen genau dieser wichtigen Mikronährstoffe.

Wie entsteht die HPU?

Die Stoffwechselstörung HPU kommt relativ häufig in der Bevölkerung vor:
10 % der Frauen und 1 % der Männer sind betroffen. Eine HPU kann entweder genetisch angelegt sein oder durch Stress ausgelöst werden:

  • Halswirbelsäulen-Trauma
  • Seelische Traumata
  • Schwermetallbelastungen
  • Infektionen (Borrelien, Eppstein-Bar-Virus)
  • Umweltgifte

Diagnostik: HPU-Test 24-Stunden-Urin & HPU-Test Morgenurin

Besteht ein Verdacht auf die Stoffwechselstörung HPU, so wird ein entsprechender Test durchgeführt. Bei diesem können die fehlerhaften Hämopyrrol-Komplexe mit entsprechenden Testsets im Urin des Patienten festgestellt werden. Dabei wird zwischen Kindern/Jugendlichen und Erwachsenen unterschieden:
Kinder und junge Erwachsene bis zum 30. Lebensjahr müssen einmalig Morgenurin in das Labor einschicken. Sie bekommen ein HPU-Morgenurin-Testset für die Durchführung zu Hause.

Erwachsene ab dem 30. Lebensjahr oder auch junge Erwachsene, die nachts häufiger Wasser lassen müssen oder schon länger an chronischen Erkrankungen leiden, sollten einen 24-Stunden-Sammelurin-Test machen. Diese Patienten bekommen ein HPU-24-Stunden-Urin-Testset bestehend aus einem 3-Liter-Sammelurinbehälter und einem 9-ml-Teströhrchen.

Der Test selbst läuft wie folgt ab:
Über 24 Stunden wird sämtlicher Urin vom 2. Morgenurin des ersten Tages bis zum 1. Morgenurin des darauffolgenden Tages in dem 3-Liter-Behälter gesammelt. Aus dem Urinbehälter werden 9 ml des 24-Stunden-Uringemisches in das besagte Teströhrchen gefüllt und nur dieses an das Labor zur Untersuchung eingesendet. Nach ungefähr 3 Wochen erhält der Patient das Laborergebnis.

Was kostet der HPU Test?
HPU-Test Morgenurin: 53,63 €
HPU-Test 24-Stunden-Urin: 65,50 € +7,50 € Versand

Der Original-HPU-Test, bei dem die ausgeschiedenen Hämopyrrol-Komplexe im Urin des Patienten gemessen werden, wird nur bei Dr. John Kamsteeg im Labor KEAC (Klinisch-Ökologisches-Allergie-Centrum) in Kerkrade in den Niederlanden durchgeführt! Das Institut betreibt seit über 20 Jahren intensive Forschung zur Stoffwechselstörung HPU und den damit verbundenen Erkrankungen.

Bevor Sie einen HPU-Test machen lassen, können Sie mit einem Online-Fragebogen bei der KEAC selbst überprüfen, ob Sie zur möglichen Zielgruppe gehören. http://www.keac.de/hpu/online-fragebogen.html

Was ist der Unterschied zwischen HPU und KPU?
Häufig werden die Hämopyrrollaktamurie (HPU) und die Kryptopyrrolurie (KPU) gleichgesetzt, obwohl bei der Messung von HPU und KPU zwei unterschiedliche chemische Verbindungen bestimmt werden.
Bei der KPU-Messung werden sogenannte Kryptopyrrole gemessen, die die gesamte Ausscheidungsmenge aller sogenannten Pyrrole anzeigt. Pyrrole entstehen jedoch auch nach der Einnahme bestimmter Medikamente, bei Fehlbesiedlungen im Darm (Darmdysbiosen) und durch Kontakt mit Giftstoffen.

Bei der HPU-Messung werden dagegen nur die ausgeschiedenen Hämopyrrollaktam-Komplexe gemessen! Deshalb ist der HPU-Test wesentlich genauer und sensitiver zum Nachweis der dadurch resultierenden Stoffwechselstörung und Entgiftungsstörung, der Hämopyrrollaktamurie (HPU)!

KPU- und HPU-Test überschneiden einander, sind aber grundsätzlich unterschiedlich! Das sagen die einzelnen Testergebnisse:
HPU negativ: eindeutig keine HPU-Störung
KPU negativ: heißt nicht unbedingt auch HPU negativ
HPU positiv: es besteht eindeutig eine Hämopyrrollaktamurie
KPU positiv: kann auch HPU positiv sein, muss es aber nicht!

HPU-Urintest zur Diagnostik

Merkmale und Symptome bei HPU

Eine Kombination der nachfolgenden Merkmale und Symptome sind typisch für Menschen mit HPU.

Körperlich sichtbare Zeichen der HPU:

  • Blasses Gesicht
  • Blasse Lippen
  • Blau-weiße Skleren (Augenweiß)
  • Weiße Flecken auf den Fingernägeln
  • Weiße Flecken auf den Zähnen
  • Gesichtsschwellungen (Puppengesicht)
  • Augenränder und Schwellungen unter den Augen
  • Feine Haare
  • Gelbbraune Färbung der Haut durch die Sonne
  • Eng beieinander stehende Vorderzähne (Engstand)
  • Übermäßige Beweglichkeit der Gelenke (Hypermobilität)
  • Schwangerschaftsstreifen (Striae) auch bei jungen Mädchen/Frauen ohne Schwangerschaft

Symptome bei HPU:

  • Allergien
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Medikamentenunverträglichkeiten
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Hautprobleme
  • Muskel-und Gelenkschmerzen
  • Müdigkeit, Erschöpfung, Burn-out
  • Psychische Probleme, Depressionen, Angststörungen
  • ADS, ADHS
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS)
  • Schwangerschaftsprobleme
  • Störung der Fruchtbarkeit
  • Candida-Infektionen
  • Gewichtsprobleme
  • Unter-oder Überzuckerung, Diabetes
  • Schlafstörungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Schwindel
  • Blutdruckprobleme

Beteiligung an Erkrankungen bei HPU:

  • Autoimmunerkrankungen: Hashimoto-Thyreoiditis, Schuppenflechte (Psoriasis), (rheumatische) Polyarthritis
  • Allergien
  • Schilddrüsenerkrankungen: Unter-/Überfunktion (Hypo-/Hyperthyreose)
  • Lebererkrankungen
  • Herz- und Gefäßerkrankungen
  • Diabetes Typ 2
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates: Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen, Erkrankungen der Muskeln und Sehnen

Häufige Charaktermerkmale bei HPU:

  • Pedantisch
  • Extremer Ehrgeiz
  • Angst vor Versagen
  • Diener/Helfer
  • Vermeiden von Stress
  • Schlechtes Kurzzeitgedächtnis

Wechselwirkungen bei HPU:

Wechselwirkungen bei HPU

HPU-Therapie

Die Therapie der HPU basiert auf der Orthomolekularen Medizin. Diese, auf den Nobelpreisträger Linus Pauling zurückgehende, Therapieform nutzt Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zur Vermeidung und Behandlung von Krankheiten.

Die HPU wird mit den Mikronährstoffen Zink, Mangan und Magnesium sowie aktivem Vitamin B6 (Pyridoxal-5-Phosphat = P-5-P) therapiert. Dies sind genau die Mikronährstoffe, die dem Patienten durch die Stoffwechselstörung fehlen. Durch den Mangel an Zink, Mangan und aktivem Vitamin B6 kommt es zu den typischen Symptomen der HPU und den damit verbundenen Erkrankungen.

Zu Beginn der Therapie wird eine niedrige Einstiegsdosis von Zink, Mangan und aktivem Vitamin B6 gewählt, die je nach Verträglichkeit und Ausprägung der Stoffwechselstörung langsam erhöht wird. Es gibt verschiedene Präparate (Nahrungsergänzungsmittel), die auf den Bedarf der HPU-Patienten abgestimmt sind.

Bedeutung von Vitamin B6

Aktives und inaktives Vitamin B6:

Vitamin B6 gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen und kann deshalb nicht in großen Mengen im Körper gespeichert werden. Bei der HPU geht es dem Körper in großen Mengen verloren.

Damit inaktives Vitamin B6 (Pyridoxin oder Pyridoxamin) in seine biologisch aktive und wirksame Form Pyridoxal-5-Phosphat (P-5-P, aktives Vitamin B6) umgewandelt werden kann, werden Zink und Magnesium benötigt – also zwei Mikronährstoffe, die bei HPU-Patienten ohnehin zu wenig vorhanden sind. Deshalb ist es wichtig, dem Körper Vitamin B6 gleich in seiner biologisch aktiven Form (P-5-P) zuzuführen.

Aufgaben von Vitamin B6 im Stoffwechsel:

Mehr als 100 Stoffwechselreaktionen sind von aktivem Vitamin B6 abhängig!
Aktives Vitamin B6 ist ein sogenanntes Coenzym (Vitamin-B6-Coenzym). Das heißt, dass die Enzyme (Biokatalysatoren), die von Vitamin B6 abhängig sind, bei einem B6-Mangel nicht arbeiten können und somit bestimmte Stoffwechselreaktionen nicht ablaufen können!

Hierzu gehört der Aufbau von Proteinen (Eiweißen) und Aminosäuren. Diese sind wiederum wichtig für den Aufbau und Aktivierung diverser Hormone sowie beim Umbau zu weiteren Stoffen, die ihrerseits für die Entgiftung, im Immunsystem, im Zuckerstoffwechsel und für das Nervensystem elementar wichtig sind.

Übersicht der wichtigsten Funktionen von Vitamin B6:

  • Auf- und Umbau von Eiweißen und Aminosäuren
  • Zur Entgiftung: Cystein und Glutathion-Aufbau
  • Aufbau von Nervenbotenstoffen (Neurotransmitter): Serotonin, Dopamin, Noradrenalin, GABA
  • Aufbau von Vitamin B3
  • Aufbau von Sexualhormonen
  • Aufbau von Schilddrüsenhormonen
  • Blutbildung und Häm-Synthese, Eisenverwertung und Sauerstofftransport
  • Im Immunsystem zur Bildung von Antikörpern, Killerzellen und Fresszellen
  • Abbau von Homocystein zusammen mit Folsäure und Vitamin B12
  • Aufbau von Kollagen und Bindegewebe
  • Bildung von Magensäure
  • Abbau von Histamin, das bei allergischen Reaktionen eine Rolle spielt
  • Synthese von Fettsäuren
  • Fettstoffwechsel
  • Bereitstellung von Zucker im Blut
  • Mobilisierung von Glykogen (Energiebereitstellung für die Muskeln)
  • Synthese von Phospholipiden (Zellwand/Membranaufbau)
  • Synthese von Myelinlipiden (Nervenhüllen)
  • Synthese von Taurin, Niacin (Vitamin B3), Picolinsäure und Kreatin
  • Methylierungsreaktion (Bildung und Ablesen der DNA)

Bedeutung von Zink

Zink ist nicht nur ein Schwermetall sondern auch ein sehr wichtiges Spurenelement, das für mehr als 300 Stoffwechselreaktionen mit verantwortlich ist. Genau wie Vitamin B 6 ist es ein lebenswichtiger Cofaktor vieler Enzyme.

HPU-Patienten leiden unter einem permanenten Zinkverlust, der mit der Nahrung alleine nicht ausgeglichen werden kann. Da Zink über den Dünndarm aufgenommen wird, kommt es bei zusätzlichen Beeinträchtigungen des Darmes, der Leber und/oder der Bauchspeicheldrüse zur weiteren Verschärfung des Zinkmangels.

Des Weiteren verschlechtert ein Mangel an aktivem Vitamin B6(P-5-P) die Aufnahme von Zink im Darm. Somit ist eine zusätzliche Aufnahme von Zink durch entsprechende Nahrungsergänzungsmittel bei HPU-Patienten elementar wichtig!

Funktionen von Zink im Stoffwechsel:

  • Säurebildung im Magen
  • Säure-Basen-Haushalt
  • Verdauung von Eiweißen
  • Bildung von Enzymen
  • Bildung von Sexualhormonen
  • Bildung und Speicherung von Insulin
  • Bildung des Wachstumshormons Somatropin (STH)
  • Energiegewinnung aus Glukose
  • Bildung von DNA und deren korrekte Ablesung
  • Regeneration von Zellen, Wundheilung, Zellteilung
  • Bildung von Immunzellen
  • Antientzündliche Wirkung
  • Antioxidative Wirkung – Abfangen von freien Radikalen
  • Baustein für Haut, Haare und Nägel
  • Verarbeitung von Sinneseindrücken und Emotionen
  • Bildung der Schutzschicht der Nerven (Myelinsynthese)
  • Umwandlung von Fettsäuren im Nervenstoffwechsel
  • Synthese von Botenstoffen unseres Nervensystem (Neurotransmitter)
  • Regeneration der Netzhaut-Farbstoffe im Auge

Bedeutung von Mangan

Mangan ist ein Schwermetall, das der Mensch in geringen Mengen als essentielles Spurenelement benötigt. Mangan ist besonders wichtig für den Schutz der Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen) vor freien Radikalen. Damit das Enzym Superoxid-Dismutase (SOD), welches die Mitochondrien vor oxidativem Stress schützt, aktiviert werden kann, benötigt es Mangan.

Mangan ist auch an der Aktivierung weiterer wichtiger Enzyme beteiligt, die für den Aufbau und die Entgiftungsleistung des Körpers wichtig sind. Des Weiteren ist Mangan gemeinsam mit aktivem Vitamin B6 (P-5-P) für den Aufbau von Häm erforderlich.

Funktionen von Mangan im Stoffwechsel:

  • Abbau von Aminosäuren, den Bausteinen unserer Eiweiße
  • Abbau von Histamin, das viele allergische Reaktionen vermittelt
  • Entgiftung von Ammoniak
  • Bereitstellung von Glukose im Blut
  • Bildung und Ausschüttungvon Insulin
  • Blutgerinnung
  • Synthese des Botenstoffs und „Glückshormons“ Dopamin
  • Knochenwachstum
  • Knorpelbildung (Chondroitinsulfat)
  • Wundheilung
  • Elastizität der Blutgefäße
  • Synthese des braunen Hautfarbstoffs Melanin
  • Synthese von Cholesterin
  • Synthese von Hormonen (Schilddrüsen- und Sexualhormone)
HPU-Therapie mit Mikronährstoffen

HPU verursacht Schwermetallbelastungen und Entgiftungsstörungen

Bei der HPU besteht ein Mangel an verwertbarem Häm und wichtigen Mikronährstoffen, insbesondere aktives Vitamin B6 (P-5-P), Zink und Mangan. Genau diese Stoffe sind elementar wichtig, damit sich der Körper vor eindringenden Giftstoffen schützen kann. Außerdem produzieren wir im Körper selber hochgiftige Stoffe (z.B. Ammoniak, Gifte aus Bakterien), die wir verstoffwechseln müssen, um sie unschädlich zu machen und anschließend über die Nieren, Darm, Lunge und Haut wieder auszuscheiden.

Die Entgiftung erfolgt in 3 Phasen:

  1. Entgiftungsphase: Schädliche Substanzen werden durch chemische Reaktionen ,,ausscheidungsfähig“ gemacht.
  2. Entgiftungsphase: Die schädlichen Stoffe werden an „Transporter“ gebunden.
  3. Entgiftungsphase: Die Schadstoffe werden aus den Zellen geholt und ausgeschieden.
Der Entgiftungsprozess im Körper

An den jeweiligen Entgiftungsphasen sind diverse Enzyme, Aminosäuren und Mikronährstoffe beteiligt. Wenn diese Stoffe fehlen, sammeln sich schädliche Abfallstoff im Körper an und schädigen die Zellen!

Eine HPU kann auch durch eine starke Schwermetallbelastung ausgelöst werden:

  • Die Schwermetalle führen zu Schäden am Erbgut der Zellen (DNA-Schäden) und zu Enzymdefekten.
  • Quecksilber, Blei, Cadmium und Aluminium begünstigen die Entstehung von Hämopyrrollaktam-Komplexen (HPL-Komplexe).
  • Blei, Quecksilber, Cadmium, Kobald, Kupfer und Nickel hemmen die Aufnahme von Zink.

Entsprechend sollten bei einer HPU nicht nur die fehlenden Mikronährstoffe ergänzt werden, sondern auch die körpereigne Entgiftung durch entsprechende Nahrungsergänzungsmittel und Infusionen unterstützt werden.

Wesentliche Folgen einer Störung der körpereigenen Entgiftung durch HPU:

Folgen der Entgiftungsstörung bei HPU

HPU und Blutarmut (Anämie) oder Eisenmangelanämie

Immer wieder fragen Betroffene, ob es einen Zusammenhang zwischen Eisenmangel und HPU gibt. Meine Erfahrungen bestätigen dies nur in Ausnahmefällen, nämlich wenn eine besondere Anfälligkeit für Eisenmangel besteht. Das gilt z.B. für die Schwangerschaft, nach großem Blutverlust durch eine Operation oder Unfall sowie für Patienten, bei denen sich die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) aufgrund einer weiteren Erkrankung verändern.

Vergiftungen können zu starken Formveränderungen der Erythrozyten führen und diese sogar zerstören. Bei Frauen, die eine sehr starke Menstruation haben, kann der Hämoglobinspiegel vorübergehend abfallen und eine Eisenmangelanämie entstehen. Intensive und längere Antibiotikatherapien können ebenso zu einer Eisenmangelanämie führen.

Bei Patienten, die sowohl unter Eisenmangel als auch unter einer HPU leiden, zeigen sich hohe Konzentrationen von HPL-Komplexen (Hämopyrrollaktam-Komplexe). Je weniger verwertbares Häm zur Verfügung steht, umso weniger Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) kann aufgebaut werden, an welches Eisen normalerweise gebunden wird.

Bei HPU-Patienten mit Eisenmangel kann sowohl eine Blutarmut, als auch eine Eisenmangelanämie entstehen. Die Anämie durch die HPU lässt sich häufig nicht durch die Einnahme von Eisenpräparaten beheben. Erst die Einnahme von aktivem Vitamin B 6 (P-5-P) bringt eine Besserung.

Eisenmangel-Anämie bei HPU

Tipps zur Ernährung und Stressvermeidung bei HPU

Ernährung

Wenn Sie HPU-Patient sind, dann empfehle ich Ihnen Folgendes bei Ihrer Ernährung zu beachten:

  • Grundsätzlich sollten Sie Fertiggerichte, Geschmacksverstärker, Hefeextrakte (Würzextrakte verschiedener Anbieter) und Konservierungsstoffe meiden!
  • Bereiten Sie alles frisch zu!
  • Reduzieren Sie Ihren Zuckerkonsum. Auch Fruchtzucker sollte nur moderat verzehrt werden. Verwenden Sie zuckerarme Obstsorten (Beerenobst) und süßen Sie z.B. mit Kokosblütenzucker oder Stevia.
  • Reduzieren Sie die Aufnahme von Kohlenhydraten (Teigwaren, Kartoffeln, Reis)
  • Nehmen Sie viel frisches saisonales Gemüse zu sich, am besten gedünstet.
  • Verwenden Sie gute Fette und Öle (Olivenöl, Kokosöl, Leinöl).
  • Nehmen Sie viele Omega-3-Fettsäuren zu sich. Auch in Leinsamen, Hanfsamen, Chiasamen und Nüssen sind viele Omaga-3-Fettsäuren vorhanden.
  • Reduzieren oder meiden Sie Kuhmilchprodukte und nehmen lieber Schafs-und Ziegenmilchprodukte zu sich.
  • Trinken Sie am Morgen eine frisch ausgepresste Zitrone mit Wasser! Damit starten Sie nicht nur lustig, sondern auch basisch in den Tag.
  • Reduzieren Sie Ihren Kaffeekonsum.
  • Reduzieren Sie den Alkoholkonsum.
  • Meiden Sie Limonaden jeglicher Art!

Sollten Sie Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben, sollten Sie die entsprechenden Nahrungsmittel eine vorgegebene Zeit lang konsequent meiden.

HPU-Patienten leiden häufig an einer Histaminstörung im Darm. Entweder haben Sie zu viel Histamin (Histaminose) oder auch zu wenig (Histapenie). Betroffene sollten grundsätzlich eine histaminarme Ernährung anstreben.

Bei HPU-Patienten besteht immer eine Entgiftungsschwäche!

  • Achten Sie deshalb darauf, dass Sie so wenige belastete Lebensmittel wie möglich zu sich nehmen. Hierzu gehören häufig: Thunfisch, Meeresfrüchte und Waldpilze
  • Benutzen Sie keine Plastikflaschen, nehmen Sie lieber Glasflaschen.
  • Garen Sie nichts in Alufolie. Verwenden Sie zum Aufbewahren von Speisen nur Glasbehältnisse.
  • Nehmen Sie konsequent Ihre benötigten Mikronährstoffe und Nahrungsergänzungsmittel. Als HPU-Patient haben Sie einen stark erhöhten Bedarf, der sich kaum durch die Ernährung decken lässt!

Stressvermeidung

Als HPU-Patient sind Sie häufig nicht so belastbar, wie Menschen ohne HPU. Deshalb ist es wichtig, dass Sie besonders achtsam mit sich umgehen! Stress verstärkt die Symptome der HPU, schädigt das Immunsystem und macht auf Dauer krank.

Vergessen Sie nicht, HPU ist keine Erkrankung, HPU ist „nur“ eine Stoffwechselstörung!

Hier einige Tipps, wie Sie Stress vermeiden oder zumindest reduzieren können:

  • Nehmen Sie sich Zeit für sich!
  • Stehen Sie morgens auf und machen ein paar Dehnübungen, Atemübungen und begrüßen Sie wohlwollend den neuen Tag.
  • Lernen Sie Nein zu sagen.
  • Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Wenn sich etwas für Sie nicht gut anfühlt, dann lassen Sie es aus.
  • Setzen Sie Prioritäten. Was ist für Sie wichtig und richtig?!
  • Nehmen Sie sich Auszeiten, machen Sie Pausen.
  • Nehmen Sie sich Zeit zum bewussten Essen.
  • Bewegen Sie sich so viel wie möglich in der Natur.
  • Treiben Sie moderat Sport. Machen Sie das, was Ihnen Spaß macht. Yoga, Pilates, Qigong, Gymnastik, Wandern, Nordic Walking sind nur einige Beispiele, die gut geeignet sind.
  • Verbannen Sie Handy, Tablet, PC oder sonstige Elektrosmogquellen aus Ihrem Schlafzimmer.

Genießen Sie Ihr Leben!

HPU – Ernährung und Entspannung

Literatur zu HPU

Die folgenden Literaturempfehlungen sind sowohl für Patienten, als auch für Therapeuten geeignet, die sich über die Diagnose und den Umgang mit HPU informieren wollen.

Stoffwechselstörung HPU;
von Dr. Tina Maria Ritter und Dr. Luitgard Baumeiseter-Jesch
ISBN: 978-3-86731-152-6

HPU und dann...?;
von Dr. John Kamsteeg
ISBN: 90-809117-2-0

Stoffwechselstörung HPU: Wenn Stress krank macht. Das Selbsthilfe Programm;
von Dr. Tina Maria Ritter
ISBN: 9783432105727

http://www.keac.de/internet/links.html

http://www.keac.de/wissen/wissen.html

Frau Eciel Gaudin

Eciel Gaudin

Medizinstudierte Heilpraktikerin

Praxis für ganzheitliche Orthopädie - Berlin Charlottenburg
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